Riepilogo del blog: Giornata dell'automazione software e dell'intelligenza artificiale 2026

3.9.2026

Wo AI im Quality Engineering übernimmt und wo nicht: Ein Recap unseres ersten Software Automation & AI Day

Wie viel Qualitätssicherung kann Künstliche Intelligenz heute schon übernehmen? Was bleibt bewusst in menschlicher Hand? Um diese Fragen drehte sich der erste Infometis Software Automation & AI Day. Auf der einen Seite zeigten unsere Technologiepartner, wie Agentic Automation bereits heute produktiv im Einsatz ist. Auf der anderen Seite wurde deutlich: Je mehr Arbeit die KI übernimmt, desto wichtiger werden die Menschen, die Verantwortung dafür tragen.

Trotz teils strömenden Regens fanden am 28. August 2026 über 100 Teilnehmende den Weg in den Papiersaal. Bereits beim Empfang herrschte eine lebhafte Atmosphäre; zur Welcome-Keynote von Pascal Stiefel (Infometis) war der Saal voll besetzt. Anschliessend verteilte sich das Programm auf zwei parallele Tracks mit spannenden Vorträgen, während die zentrale Networking- und Exhibition Area durchgehend zum direkten Austausch einlud.

Wer selbst nicht dabei sein konnte, bekommt hier einen kleinen Eindruck von der Stimmung im Papiersaal:

Danke an Erik Neudert für die grossartigen Bilder und das Video!

Agentic Automation im produktiven Einsatz

Unsere Technologiepartner zeigten quer durch beide Tracks, wie breit Agentic Automation bereits im produktiven Einsatz ist – im Testing und darüber hinaus:

Das Agentic Quality Team (Michael Weiss, Tricentis): Von der Impact-Analyse über Testfallerstellung und Automation bis zum autonomen Performance Testing – ein Team von Agenten arbeitet zusammen.

Agentic Development mit Rovo Dev & Xray (Sergio Freire, Xray): Der Agent prüft die Testabdeckung, implementiert eine Story inklusive Pull Request und Review, findet Bugs und meldet, behebt und dokumentiert sie.

ITSM Incident Triage (Brian Trepto, Swarmit / Atlassian): Eingehende Freitext-Tickets werden in Jira kategorisiert, priorisiert und zugewiesen – wo der Agent nicht sicher ist, prüft ein Mensch.

Orchestrierung als Kontrollebene (Alexander Laubert, UiPath): Eine Schicht steuert Agenten, Roboter und Menschen prozessweit und macht dabei jeden Schritt nachweisbar.

Zwei Voraussetzungen, die bleiben

Der zweite rote Faden des Nachmittags: Bottlenecks und menschliche Arbeit verschwinden nicht, sie verschieben sich. Folgende zwei Punkte zogen sich dabei durch mehrere Vorträge:

Verantwortung und Vertrauen sind nicht delegierbar.

KI übernimmt im Testing zunehmend Aufgaben, vom Schreiben von Anforderungen bis zur Automatisierung von Testfällen; Verifikation und Validierung laufen immer autonomer. Was dabei allerdings «korrekt» bedeutet, muss erst ein Mensch definieren – und weder das Vertrauen noch die Verantwortung dafür kann ein Agent übernehmen. André Santos (Sembi) nannte als grösste Blocker für eine breite Adoption keine funktionalen Grenzen, sondern Datenschutz, Integrationskomplexität und Zuverlässigkeit. Der Mensch ist damit nicht der Engpass der Skalierung, sondern die Freigabe- und Verantwortungsinstanz im Prozess.

Datenschutz entscheidet, ob Agenten live gehen.

Den ersten dieser Blocker machte Mike Eckhoff (K2view) greifbar: Wenn Agenten die Testdurchführung übernehmen, wandert der Engpass bloss weiter – zu realistischen Testdaten und deren GDPR- und DORA-konformer Verarbeitung. Das Recht auf Löschung verlangt, jederzeit zu wissen, wo welche Daten liegen; in KI-gestützten Systemlandschaften eine anspruchsvolle Aufgabe. Bussen von bis zu 10 Millionen Euro pro Vorfall unter DORA zeigen, dass dieses Problem nicht nur in der Theorie existiert.

Fazit

Pessimistisch war die Botschaft dennoch nicht. Wer Künstliche Intelligenz produktiv einsetzen will, braucht beides:

  • Agenten, um Arbeit effizient und autonom zu skalieren
  • Menschen, um Massstäbe zu setzen und Verantwortung zu tragen

Erst diese Kombination bringt Agentic Automation über den Pilot hinaus und macht sie zum verlässlichen Teil des Betriebs.

Ausklingen liess die Community den Nachmittag beim Networking-Apéro, wo viele der Bühnen-Diskussionen in kleinerer Runde weitergingen. Unser herzlicher Dank gilt allen Teilnehmenden, den Speakern und den an 8 Ständen vertretenen Technologiepartnern, die diesen ersten Software Automation & AI Day möglich gemacht haben.

Die Technologie entwickelt sich kontinuierlich weiter, und damit auch die Diskussionen. Sprich uns an, um gemeinsam eines der Themen zu vertiefen.

Ein Blick nach vorn: Der Nachfolgeanlass steht schon fest – er wird Quality Engineering Day 2027 heissen. Wann und wo genau, verraten wir noch nicht – nur so viel: Es lohnt sich, am Ball zu bleiben.

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